Weihnachtsgeschäft mit Gutscheinen: Die Checkliste für Oktober bis Dezember

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Für die meisten Betriebe ist die Zeit vor Weihnachten die mit Abstand stärkste Gutschein-Saison. Wer jetzt im Oktober plant, profitiert gleich dreifach: von Firmenkunden, die früh bestellen, von der normalen Geschenksaison im Dezember und von den Last-Minute-Käufern am 23. und 24. Hier ist Ihr Fahrplan, um Weihnachtsgutscheine erfolgreich zu verkaufen.

Der Zeitplan im Überblick

ZeitraumFokusAufgaben
Anfang–Mitte OktoberVorbereitungAngebot, Design, Shop, Bedingungen
Ende Oktober–NovemberFirmenkundenUnternehmen ansprechen, Mengenangebote
Ab Black FridaySichtbarkeitAktionen, Newsletter, Social Media
1.–20. DezemberHauptsaisonErinnerungen, Aufsteller, Team briefen
21.–24. DezemberLast MinuteSofort-Versand per E-Mail bewerben
Januar–MärzEinlösungUpselling, Gäste zu Stammkunden machen

Oktober: Das Fundament legen

  • Weihnachtsdesign vorbereiten: Eine festliche Gutscheinvorlage mit winterlichem Bild erhöht die Kauflust deutlich.
  • Angebot schärfen: Zwei bis drei feste Beträge plus ein Weihnachts-Special, etwa ein Festtagsmenü oder ein Wellness-Paket.
  • Shop testen: Einmal selbst kaufen – vom Handy aus. Läuft alles in unter einer Minute?
  • Bedingungen prüfen: Gültigkeit und Einlösebedingungen rechtssicher formulieren (siehe Gültigkeit von Gutscheinen).

November: Firmenkunden gewinnen

Unternehmen planen Mitarbeiter- und Kundengeschenke früh – oft schon im November. Das ist Ihre Chance auf große Einzelbestellungen. Sprechen Sie Firmen in Ihrer Umgebung aktiv an, etwa Kanzleien, Arztpraxen, Agenturen oder Handwerksbetriebe.

  • Kurzes Angebot als PDF oder E-Mail mit Beispielgutschein vorbereiten.
  • Mengenoptionen anbieten, z. B. 10, 25 oder 50 Gutscheine.
  • Individuelle Grußbotschaft des Unternehmens auf dem Gutschein ermöglichen.
  • Versand direkt an die Mitarbeitenden zum Wunschtermin anbieten.

Hinweis: Für steuerfreie Sachzuwendungen an Mitarbeitende gelten je nach Land eigene Regeln und Freigrenzen. Firmenkunden klären das mit ihrer eigenen Steuerberatung bzw. Treuhand – Sie müssen dazu nicht beraten, aber es hilft, das Thema zu kennen.

Ab Black Friday: Sichtbar werden

Rund um Black Friday beginnt für viele die Geschenkesuche. Statt Rabattschlacht bietet sich ein Bonus-Gutschein an: Wer einen Gutschein über 100 kauft, erhält einen zusätzlichen Gutschein über 10 für sich selbst, einlösbar ab Januar. Das steigert den Verkauf und bringt die Käufer im ruhigen Januar zurück.

  • Newsletter an Ihre Stammkundschaft mit Link zum Gutschein-Shop.
  • Beiträge und Stories auf Instagram und Facebook mit Weihnachtsmotiv.
  • Beitrag im Google-Unternehmensprofil mit direktem Shop-Link.
  • Banner oder Pop-up auf Ihrer Website.

Dezember: Hauptsaison und Last-Minute-Käufer

Im Dezember kaufen die meisten Privatkunden – und ein großer Teil davon sehr spät. Digitale Gutscheine sind das perfekte Last-Minute-Geschenk, weil sie in Sekunden per E-Mail ankommen und sich trotzdem ausdrucken lassen.

  • QR-Aufsteller an Kasse, Tresen und Tischen: „Noch kein Geschenk? Hier in 60 Sekunden kaufen.“
  • Team briefen: Mitarbeitende sollen aktiv auf Gutscheine hinweisen.
  • Erinnerung am 20. Dezember: Kurzer Newsletter „Das Last-Minute-Geschenk“.
  • Geplanter Versand: Käufer können den Gutschein für den 24. Dezember terminieren.

Januar bis März: Die Einlösung zum Erfolg machen

Das Weihnachtsgeschäft endet nicht am 24. Dezember. In den Wochen danach kommen die Beschenkten – viele zum ersten Mal. Sorgen Sie für ein Erlebnis, das Lust auf mehr macht: freundlicher Empfang, ein kleines Extra, ein Hinweis auf Ihren Newsletter oder Ihr Treueprogramm. So werden aus Gutschein-Gästen Stammkunden.

Die komplette Checkliste

  • Weihnachtliche Gutscheinvorlage erstellt
  • Angebot mit 2–3 Beträgen und einem Weihnachts-Special festgelegt
  • Kaufprozess auf dem Smartphone getestet
  • Gutscheinbedingungen geprüft
  • Liste mit 10–20 potenziellen Firmenkunden erstellt und kontaktiert
  • Black-Friday- bzw. Bonus-Aktion geplant
  • Newsletter-Termine eingeplant (Ende November, Mitte Dezember, 20. Dezember)
  • Social-Media-Beiträge vorbereitet
  • QR-Aufsteller gedruckt und platziert
  • Team über Verkauf und Einlösung informiert

Häufige Fragen

Wann sollte ich mit dem Verkauf von Weihnachtsgutscheinen beginnen?

Idealerweise ist Ihr Shop Ende Oktober bereit. Firmenkunden planen oft schon im November, Privatkunden kaufen vor allem ab Ende November bis zum 24. Dezember.

Sind Rabatte auf Weihnachtsgutscheine sinnvoll?

Direkte Rabatte schmälern Ihre Marge. Besser funktionieren Bonus-Modelle, bei denen Käufer einen kleinen Zusatzgutschein für einen späteren Besuch erhalten – das bringt sie zusätzlich in ruhigeren Monaten zurück.

Kann ich Gutscheine noch an Heiligabend verkaufen?

Ja. Digitale Gutscheine kommen innerhalb von Sekunden per E-Mail an und lassen sich ausdrucken. Gerade am 23. und 24. Dezember sind sie für viele die Rettung in letzter Minute.